Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie (einschl. Arbeitsbereich Ernährungsmedizin)
Herzlich willkommen auf den Internet-Seiten der Zentralen Endoskopie des Campus Benjamin Franklin der Charité Berlin. Die Zentrale Endoskopie am CBF ist integriert in die Medizinische Klinik I am Charité Centrum 10 für Magen-, Darm- und Stoffwechselerkrankungen. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen
vor. Als Patient können Sie sich sowohl ambulant als auch stationär untersuchen lassen.
Eine Anmeldung kann unter der Telefonnummer t: +49 30 8445 - 2627 erfolgen (Fax für interne Anmeldungen – 4673).
Unsere Zentrale Endoskopie hält einen 24-Stunden-Rufdienst vor, der rund um die Uhr bei allen gastroenterologischen Notfällen eine endoskopische Versorgung gewährleistet. In der Zeit von 17.00 Uhr bis 08.00 Uhr kann der Endoskopische Rufdienst über die Zentrale der Charité erreicht werden (t: +49 30 8445-0).
Wir wünschen Ihnen trotz Ihrer Erkrankung einen angenehmen Aufenthalt in unserer Einrichtung.
Ihre
Dr. C. Bojarski Frau M. Gergs-Steffens
(Ärztliche Leitung) (Pflegerische Leitung)
Wir möchten Sie bitten, folgende Unterlagen zur Untersuchung mitzubringen:
Für die Durchführung von endoskopischen Untersuchungen ist das schriftliche Einverständnis der Patienten in der Regel vor dem eigentlichen Untersuchungstermin wichtige Voraussetzung. Alle Patienten erhalten daher vor Ihrem Untersuchungstermin die Möglichkeit, mit einer Ärztin oder einem Arzt über die bevorstehende Untersuchung zu sprechen. Hierfür bieten wir täglich ab 16.00 Uhr (ggf. auch nach gesonderter Vereinbarung früher) Termine für Aufklärungsgespräche an.
Wenn Patienten bestimmte Untersuchungen in regelmäßigen Abständen erhalten müssen (z. B. im Rahmen von Überwachungsuntersuchungen), eine weite Anfahrt haben oder aus anderen Gründen auf ein Aufklärungsgespräch verzichten, so ist auch eine telefonische Aufklärung zulässig. In diesem Fall bitten wir Sie, in unserer Anmeldung eine Rückrufnummer zu hinterlassen, unter der wir Sie telefonisch erreichen können.
Aufgrund der apparativen Ausrüstung und der personellen Besetzung mit erfahrenen Ärzten werden in der Zentrale Endoskopie des CBF jährlich ca. 10.000 Endoskopien und ca. 4.000 zumeist komplexe Sonographien durchgeführt.
Basierend auf dem besonderen Schwerpunkt Entzündliche Darmerkrankungen haben gerade Untersuchungen an Dünndarm- und Dickdarm in den letzten Jahren deutlich zugenommen. So werden jährlich ca. 100 Kapselendoskopien des Dünndarms und 120 Dünndarmendoskopien mit der Doppelballontechnik durchgeführt. Damit nimmt die Zentrale Endoskopie am CBF für die Dünndarmendoskopie eine führende Stellung im Osten Deutschlands ein und gehört zu den Zentren mit den meisten Untersuchungen auf diesem Gebiet. Gerade durch die Verfügbarkeit der Doppelballon-Dünndarmendoskopie können z. B. auch Dünndarmpolypen endoskopisch entfernt werden (z.B. Peutz-Jeghers-Syndrom), Dünndarmstenosen (z.B. bei Morbus Crohn) aufgedehnt und Blutungen im Dünndarm (z.B. Angiodysplasien) gestillt werden.
Angesichts des Kompetenzzentrums für chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden häufig Aufdehnungen (endoskopische Dilatationen) von Darmengen im Dickdarm (Kolonstenosen) oder Anastomosen (Anastomosenstenosen) durchgeführt. Weiterhin bestehen langjährige Erfahrungen in dem Einsatz von Färbetechniken bei der Koloskopie und Gastroskopie (Chromoendoskopie) sowie bei endoskopischen Resektionsverfahren (Mukosektomie). Aufgrund der genannten Schwerpunkte finden regelmäßig Kurse und Schulungen für Gastroenterologen in diesen Techniken statt.
Traditionell besteht ein Schwerpunkt in der Endosonografie. So werden jährlich über 600 Endosonografien durchgeführt. Neben den diagnostischen Untersuchungen war das Zentrum am CBF daran beteiligt, endosonografisch gestützte Punktionen mit digitalen Linearschallköpfen einzuführen und in Kursen zu demonstrieren. Im Auftrag des Endometriosezentrums am CBF werden zahlreiche rektale Endosonografien mit der Frage nach Endometriose durchgeführt.
Eine moderne Durchleuchtungsanlage in der Zentralen Endoskopie ermöglicht umfangreiche Untersuchungen an Gallen- und Pankreasgängen (ERCP, PTC). Hier werden sämtliche diagnostische und therapeutische Verfahren inkl. intraduktaler Endosonografie, Cholangioskopie, Steinextraktionen bis hin zur ESWL und Stentimplantationen (Kunststoff und Metall) durchgeführt. Vor allem Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen werden hier überwacht, bei Bedarf dilatiert und ggf. für eine Lebertransplantation vorbereitet. Als Besonderheit werden bei Patienten nach Billroth II- oder Roux-Y-Operation Interventionen an Gallen- und Pankreasgängen mittels der Dünndarmdoppelballontechnik durchgeführt. Dadurch können schwierige Operationen und/oder Eingriffe von außen vermieden werden.
Für die Sonografie steht ein hochmodernes Ultraschallgerät zur Verfügung, mit dem sämtliche komplexe Untersuchungen aller Oberbauchorgane insbesondere von Darm, Gallen- und/oder Pankreasgängen erfolgen können. In diesem Bereich erfolgen auch Punktionen zur Diagnostik sowie Drainageeinlagen bei infizierten Zysten oder Abszessen.
Die Sicherheit unserer Patienten hat bei uns die höchste Priorität. Daher erfolgen alle Untersuchungen mit einer Analgosedierung (Schmerzfreiheit / Schlaf während der Untersuchung) unter ständiger Blutdruck-, Puls- und Sauerstoffsättigungs-Überwachung statt. Alle unsere Ärzte haben mindestens 6 Monate auf einer Intensivstation gearbeitet. Es werden nur bewährte Medikamente, insbesondere Midazolam, Propofol und Buscopan eingesetzt. Kurzfristig sind in allen Räumen die Möglichkeiten zur kardiopulmonalen Wiederbelebung gegeben. Nach einer Untersuchung erfolgt die weitere Überwachung in Aufwachräumen, die mit Blutdruck-, Puls- und Sauerstoffsättigungsmessgeräten ausgestattet sind. Eine Krankenschwester bzw. ein Pfleger ist permanent nur für diese Überwachung zuständig. Neben diesem Überwachungskonzept stehen für ambulante Patienten in besonderen Fällen (z.B. schwierige Polypenentfernung) auch Betten in unserer Aufnahmestation oder auf unseren gastroenterologischen Stationen zur Verfügung, wo ggf. auch eine weitere Überwachung (z.B. über Nacht) erfolgen kann.
Die Sauberkeit unserer Endoskope ist uns ein hohes Anliegen, um Ihnen höchstmögliche Sicherheit anzubieten. Daher werden sämtliche Endoskope in vollautomatischen Waschmaschinen gesäubert. Mitarbeiter werden regelmäßig in der Handhabung der Endoskope und Waschvorgänge geschult. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Krankenhaushygiene werden mindestens alle 3 Monate Proben entnommen, um die Sauberkeit der Geräte zu überprüfen. Sowohl die verwendete Waschmaschine als auch das betreuende Personal werden zusammen mit den Daten des Endoskopes und den untersuchten Patienten dokumentiert, um bei Nachfragen kurzfristig und verlässlich einzelnen Untersuchungen die dabei verwendeten Geräte zuordnen zu können.
Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) (105.09 kb)
Sonografisch gezielte Punktion (22.91 kb)
Leberpunktion (52.61 kb)
Endosonografie (oberer Gastrointestinaltrakt) (108.67 kb)
Darmspiegelung (Koloskopie) (63.58 kb)
Endomikroskopie (731.07 kb)
Kapselendoskopie des Dünndarms (171.12 kb)
Weitere Untersuchungsmethoden:
- Abdomensonografie ggf. mit Kontrastmittel
t: +49 30 8445 2627
Bitte wählen Sie zwischen 17:00 und 8:00 Uhr diese Nummer:
t: +49 30 8445 0