AG Kühl "Immunpathologie in entzündlichen Erkrankungen"

Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt in der Definition funktioneller Zellpopulationen in Entzündungen in Tiermodellen und in der menschlichen Erkrankung in situ. Dabei liegt das Interesse insbesondere auf dem Wechselspiel von Zellen der angeborenen und erworbenen Immunität. Auch im Sinne eines Service arbeiten wir in zwei Forschungsfeldern eng mit anderen Arbeitsgruppen zusammen.

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In der Immunpathologie werden histomorphologische Veränderungen in den unterschiedlichen Abschnitten des Gastrointestinaltrakts und auch in anderen Organen, wie z.B. Haut, Leber oder Gelenke bewertet. Hierfür werden sowohl etablierte Bewertungsschemata (Scores) systematisch angewandt als auch neue Scores entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übertrag der Befunde aus Tiermodellen auf die menschliche Erkrankung.

Diese Scores werden durch die in situ-Charakterisierung an der Entzündung beteiligter Zellen ergänzt. Dazu gehören histochemische Färbungen wie z.B. der Trichromfärbung zur Darstellung von Bindegewebe oder die PAS-Reaktion für die Anfärbung von u.a. Glykogen und Mykopolysacchariden. Immunhistochemische und -fluoreszenzoptische Methoden in Einfach- und Multiplex-Färbungen erlauben die Detektion definierter Zellenpopulationen und Subpopulationen des angeborenen und erworbenen Immunsystems z.B. Makrophagen, Granulozyten, T- und B-Zellen. Ebenfalls darstellbar ist deren Lokalisation im Gewebeverband und Interaktion mit Gewebestrukturen wie dem Endothel, Lymphgefäßen, Stroma oder dem Epithel aber auch mit benachbarten Immunzellen. Zusätzlich können die Lokalisation von Proteinen innerhalb der Zelle (z.B. Kern, Zytoplasma, Membran) sowie der Zellstatus (z.B. aktiviert, ruhend) bestimmt werden. Das Panel von etwa 200 verschiedenen immunhistologischen Färbungen von menschlichen Geweben und Proben aus Tiermodellen wird ständig erweitert.