Eingang Campus Benjamin Franklin
Foto: Charité

Infektiologie

Die Infektiologie der Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie ist als Zentrum für Infektiologie von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) zertifiziert und kann entsprechend den Vorgaben der DGI und der Berliner Ärztekammer die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Infektiologie durchführen.

Die Infektiologie betreut Sie unter anderem bei Infektionserkrankungen und in tropen- und reisemedizinischen Fragen.

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Infektiologie am Campus Benjamin Franklin in Berlin

Die Klinik verfügt über eine Infektiologie mit Isolierzimmer, in denen kontagiöse Patienten und Patientinnen isoliert werden können. Diese Zimmer sind dementsprechend mit einer Schleuse und speziellen Belüftungsanlagen ausgestattet.

Auf der Infektiologie werden üblicherweise behandelt:

  • Patientinnen Patienten mit Infektionskrankheiten, wie HIV, TBC, Hepatitis, Meningitis, Endokarditis, Gastroenteritis, sexuell übertragbare Krankheiten
  • Patienen und Patientinnen mit tropenmedizinischen Erkrankungen, z.B. Malaria, Bilharziose, Leishmaniose
  • immunkompromittierte Patienten; aufgrund von Autoimmunopathien, onkologischen Erkrankungen sowie HIV

Insgesamt werden jährlich ca. 600-1.000 Patienten und Patientinnen mit infektiologischen Krankheiten behandelt. Damit ist die Infektiologie der Klinik für Gastroentrologie, Infektiologie und Rheumatologie eine der wenigen universitären infektiologischen Abteilungen, die das ganze Spektrum der Infektiologie abbilden.

DGI-Zertifizierung der Infektiologie

Die Infektiologie der Medizinischen Klinik ist als Zentrum für Infektiologie von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) zertifiziert und kann entsprechend den Vorgaben der DGI und der Berliner Ärztekammer die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Infektiologie durchführen.

Infektiologische Ambulanz

In der infektiologischen Ambulanz werden Patientinnen und Patienten mit HIV und anderen infektiologischen Krankheitsbildern ambulant betreut. An diese Ambulanz angegliedert ist eine reisemedizinische Sprechstunde, in der Patientinnen und Patienten hinsichtlich reisemedizinischer Fragen beraten und geimpft sowie nach Rückkehr untersucht werden können. Auch Kolleginnen und Kollegen können die Beratungsangebote nutzen.

Entsprechend der infektiologischen Ambulanz existieren eine onkologische und eine rheumatologische Ambulanz, in denen ebenfalls Patienten mit infektiösen Krankheitsbildern fachübergreifend therapiert werden.

Konsiliarische Betreuung

Die im Bereich Infektiologie der Medizinischen Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzte versorgen das Haus konsiliarisch bei entsprechenden Fragestellungen (über 300 Konsultationen pro Jahr). Hier sei insbesondere die konsiliarische Betreuung von Patienten und Patientinnen auf der operativen und internistischen Intensivstation zu benennen (z.B. im Bezug auf schwere, nosokomial erworbene Infektionen und septische Krankheitsbilder). Die Betreuung von hämatologischen Patienten und Patientinnen mit infektiösen Komplikationen (z.B. nach Chemotherapie, Stammzell- oder Organtransplantation) erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der der Abteilung für Hämatologie und Onkologie. In Kooperation mit der Hämatologie wurde der bisher einzige HIV-Patient im Rahmen einer speziellen Knochenmarktransplantation von HIV geheilt (Hütter et al.).

Fachübergreifende Zusammenarbeit der Infektiologie

Entsprechend dem Auftrag eines Krankenhauses der Maximalversorgung existiert eine endoskopische Abteilung, in der sämtliche endoskopische Untersuchungen des Gastrointestinaltrakts und des Bronchialsystems durchgeführt werden. Organpunktionen werden in Zusammenarbeit mit der radiologischen und der endoskopischen Abteilung durchgeführt.

Die klinikumseigenen mikrobiologischen und virologischen Laboreinheiten verfügen über sämtliche diagnostische Standardverfahren. Darüber hinaus sind im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten auch experimentelle diagnostische und therapeutische Verfahren für die Patienten und Patientinnen zugänglich. Es findet ein regelmäßiger persönlicher Informationsaustausch statt.

Unser Zentrum führt im Rahmen des Lehrauftrages regelmäßig Studentenunterricht sowie Fortbildungen für Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Personal durch (z.B. Querschnittspraktikum Infektiologie, fachübergreifende Klinikfortbildungen).

Forschungsleistung und Studien der Infektiologie

Das klinische Zentrum beteiligt sich an zahlreichen wissenschaftlichen und multizentrischen Studien. Mehrere wissenschaftliche Projekte beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit infektiologischen Fragestellungen. Hierzu haben wir u.a. eine klinische Forschergruppe zum Thema "Immunpathogenese und Interventionsstrategien bei mukosalen Infektionen" (KFO 104, AG Schneider) etabliert.

Die Auswirkungen der HIV-Infektion auf den Gastrointestinaltrakt ist einer der wesentlichen Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe. Hierzu sind Meilensteinarbeiten entstanden, wie z.B. zum frühen und fast vollständigen Verlust der mukosalen CD4+ T- Zellen im Verlauf der HIV-Infektion.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist der Morbus Whipple. Mittlerweile betreuen wir weltweit die größte Gruppe von Patientinnen und Patienten mit Morbus Whipple und führen klinische Therapiestudien für diese Erkrankung durch.

Ein Teilbereich des von der Medizinischen Klinik koordinierten Sonderforschungsbereiches (SFB 633: Induktion und Modulation gastrointestinaler Immunreaktionen) befasst sich schwerpunktmässig mit gastrointestinalen Infektionen.